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Foto: J. Johnston

Höchste Zeit, den Colorado River zu retten

von Kim Jordan und Casey Sheahan

Wir haben genug gesehen und gehört. Jetzt müssen wir handeln.

Der Colorado River beginnt hoch oben im Rocky Mountain Nationalpark nahe den schroffen Gipfeln der kontinentalen Wasserscheide als ein klarer Bergbach, gespeist vom reinen Schmelzwasser der Viertausender. Auf seinem 2330 km langen Weg zum Golf von Kalifornien wird er von uns Menschen so stark verschmutzt und ausgenutzt, dass er gegen Ende seiner Reise kaum mehr als ein schlammiger, verpesteter Graben ist, der oft ganz austrocknet.

Rund 19 Milliarden Kubikmeter Wasser führt der Colorado durchschnittlich im Jahr – und der Mensch verbraucht alles.

Wissenschaftler der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanbehörde rechnen damit, dass aufgrund der Klimaveränderungen die beiden größten Stauseen (Powell und Mead) austrocknen werden, was verheerende wirtschaftliche Folgen für die Menschen im Südwesten der USA hätte. Das US Bureau of Reclamation hat 2010 verkündet, es bestehe ein Risiko von 20%, dass der Wasserspiegel des Lake Mead innerhalb von zwei Jahren so stark fallen könnte, dass dies zu einer ernsten Verknappung von Wasser und Elektrizität für Las Vegas führen würde.