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Wir haben genug gesehen und gehört. Jetzt müssen wir handeln.
Der Colorado River beginnt hoch oben im Rocky Mountain Nationalpark nahe den schroffen Gipfeln der kontinentalen Wasserscheide als ein klarer Bergbach, gespeist vom reinen Schmelzwasser der Viertausender. Auf seinem 2330 km langen Weg zum Golf von Kalifornien wird er von uns Menschen so stark verschmutzt und ausgenutzt, dass er gegen Ende seiner Reise kaum mehr als ein schlammiger, verpesteter Graben ist, der oft ganz austrocknet.
Rund 19 Milliarden Kubikmeter Wasser führt der Colorado durchschnittlich im Jahr – und der Mensch verbraucht alles.
Wissenschaftler der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanbehörde rechnen damit, dass aufgrund der Klimaveränderungen die beiden größten Stauseen (Powell und Mead) austrocknen werden, was verheerende wirtschaftliche Folgen für die Menschen im Südwesten der USA hätte. Das US Bureau of Reclamation hat 2010 verkündet, es bestehe ein Risiko von 20%, dass der Wasserspiegel des Lake Mead innerhalb von zwei Jahren so stark fallen könnte, dass dies zu einer ernsten Verknappung von Wasser und Elektrizität für Las Vegas führen würde.
Vier gefährdete Fischarten im Colorado stehen kurz vor dem Aussterben.
Die Umwelt ist gefährdet, die Wirtschaft ist bedroht – und jetzt sind es auch die Städte und Menschen.
2010 haben wir eine Hilfsorganisation gegründet, die sich um die Rettung des Colorado bemüht. Sie umfasst sieben Firmen und Stiftungen, die sich zusammengeschlossen haben, um gemeinnützige Umweltgruppen im Einzugsgebiet des Colorado zu unterstützen.
Die Aktion „Save the Colorado“ wird diese Gruppen über drei Jahre hinweg (2010, 2011, 2012) zweimal jährlich mit einem Gesamtvolumen von 500.000 Dollar unterstützen. Dabei stehen drei programmatische Themen im Brennpunkt: 1. Förderung des öffentlichen Bewusstseins für die Bedrohung des Flusses, 2. Förderung von Wasserschutzmaßnahmen in Städten, die das Colorado-Wasser nutzen und 3. die Bedrohung durch bestehende und zukünftige Dämme, Ableitungen und Stauseen angehen und nach Möglichkeit verringern.
Die gemeinnützige Kampagne wird von sieben Firmen und Stiftungen entlang dem gesamten Lauf des Colorado River getragen. Im Staat Colorado sind dies die New Belgium Brauerei, die Aspen Snowmass Environment Foundation, die Kenney Brothers Foundation und National Geographic Maps. In Colorado sind es OARS, Patagonia und Environment Now.
Wir freuen uns, dass diese engagierte Gruppe von Firmen und Stiftungen sich zusammengefunden hat, um für die Rettung des Flusses zu kämpfen. Der Colorado ist die Lebensader des amerikanischen Südwestens und lebensnotwendig für die Menschen und Firmen in dieser Region. Auf die eine oder andere Weise nutzen sie alle das Wasser des Colorado – und sollten daher an seiner Rettung interessiert sein.
Der Colorado löscht den Durst und bewässert die Rasenflächen von 30 Millionen Menschen zwischen Denver, San Diego und noch weiter. Zudem lässt das Flusswasser in Südkalifornien Feldfrüchte gedeihen, die die gesamte Nation ernähren. Keine Frage: Der Colorado ist ein Fluss, der allen nutzt und auf den viele für ihr Überleben angewiesen sind.
Doch darüber hinaus hat er auch einen unschätzbaren ökologischen und Freizeitwert für Paddler, Schlauchbootfahrer, Angler, Vogelfreunde und Erholungssuchende – von seinen Ursprüngen in den Rocky Mountains von Colorado bis zu seinem Ende nahe dem Imperial National Wildlife Schutzgebiet an der mexikanischen Grenze. Dutzende von regionalen, staatlichen und bundesstaatlichen Parks und Erholungsgebieten säumen seinen Lauf, darunter der Urvater aller Schutzgebiete: der Grand Canyon Nationalpark.
Wir werden auch weiter auf das Colorado-Wasser angewiesen sein, um unseren Durst zu löschen und den unserer Feldfrüchte, aber wir müssen zugleich Wege finden, die das Überleben des Flusses sichern. Umweltgruppen in seinem gesamten Einzugsgebiet bemühen sich darum – und unsere Kampagne wird sie dabei unterstützen.
Der Colorado River muss sofort geschützt werden. Die schwierige Aufgabe seiner Sanierung verträgt keinen Aufschub. Wir behaupten weder, alle Antworten zu kennen noch Lösungen für alle Probleme parat zu haben, aber wir wissen in unserem Innersten, dass es höchste Zeit ist, die Aufgabe anzugehen.
Auf der Website SaveTheColorado.org erfahren sie mehr über die Bedrohung des Flusses und darüber, wie Sie die gemeinnützige Organisation zu seinem Schutz unterstützen können. Informieren Sie sich und beteiligen Sie sich an unserem Engagement.
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