FAQs

Die vier wichtigsten Kriterien sind Qualität und Geschäftsfaktoren (wie Technologie, Qualifikation, Lage, Preis, Kundenservice, pünktliche Lieferung etc.) sowie ökologische und soziale Kompetenz.

Wichtigster Punkt ist nach wie vor die Qualität. Doch unmittelbar danach folgt eine möglichst geringe Umweltbelastung. Lässt sich die Umweltbelastung ohne Kompromisse bei der Qualität reduzieren, dann tun wir dies. Wenn sich dadurch der Preis erhöht, müssen wir abwägen; aber meist entscheiden wir uns für die Umwelt, auch wenn das einen Absatzverlust bedeuten könnte.

Unser Team für soziale und ökologische Verantwortung kann die Zusammenarbeit mit jeder Firma ablehnen, die unsere sozialen und ökologischen Normen nicht erfüllt. Eine Firma, die unsere hohen Mindestanforderungen nicht erfüllt, scheidet automatisch aus. Bei der Bewertung der sozialen Eignung berücksichtigen wir zwei Bereiche: Wie weit die Firma die Normen unseres Code of Conduct Code of Conduct erfüllt und in welchem Maß die Inhaber dazu bereit sind, bei der Korrektur von Mängeln mit uns zu kooperieren..

Unser Team für soziale und ökologische Verantwortung besucht einen Großteil unserer Zulieferer jedes Jahr. Seine Mitarbeiter stehen in täglichem E-Mail- und Telefonkontakt mit den Firmen. Außerdem beauftragen wir regelmäßig unabhängige Auditoren mit der Überprüfung dieser Firmen auf Corporate Responsibility Probleme. Und schließlich kontrolliert die Fair Labor Association (FLA) jedes Jahr unangekündigt eine Auswahl unserer Zulieferer. Auch unsere Mitarbeiter für Design, Entwicklung und Produktion sind in ständigem E-Mail-Kontakt mit den Betrieben und besuchen sie regelmäßig. Unser Team für Qualitätskontrolle stattet den Firmen ebenfalls regelmäßige Besuche ab. Seine Mitarbeiter sind geschult, auch Verstöße gegen die Menschenrechte sowie gegen Vorschriften für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu erkennen und zu melden.

Wenn wir ein neues Produkt entwickeln, dann suchen wir weltweit nach einer Firma mit dem Know-how und Maschinenpark, um es in bester Qualität, umweltschonend, fristgerecht und zu einem günstigen Preis zu liefern, und die zudem ihre Mitarbeiter fair behandelt. Wir produzieren in Jordanien, Nicaragua, Sri Lanka, Indien, Bangladesch, China, Thailand und Vietnam, in der Türkei, in Mexiko, Costa Rica, Kolumbien, El Salvador, Israel, den Philippinen und den USA.

Derzeit vergeben wir Aufträge an 8 Firmen in den USA. Dies ist zwar nur ein geringer Prozentsatz unseres Gesamtvolumens, doch wir bemühen uns gezielt darum, möglichst viele Aufträge in den USA zu vergeben. Die weltweite Jagd nach guten Arbeitskräften und niedrigen Kosten hat die Textilindustrie in den USA praktisch zum Erliegen gebracht. Und selbst in ihrer Blütezeit hatten die Bekleidungshersteller in den USA nicht das nötige Know-how, um unsere besonders technischen Produkte zu fertigen. Wir lassen zwar einige Teile in den USA fertigen, aber nur wenige und nur einfache Modelle.

Einige Länder, in denen wir produzieren lassen, darunter China, haben sehr niedrige Sozial- und Umwelt-Standards. Die Normen in den USA sind besser, aber nicht so gut (in mancher Hinsicht längst nicht so gut) wie in der EU oder in Japan. Wir haben uns dafür entschieden, die Zusammenarbeit mit einem Betrieb nicht wegen der Politik seines Landes zu beenden. Besonders in Vietnam und China arbeiten wir mit einigen hervorragenden Betrieben zusammen.

Wir glauben, dass wir durch eine überlegte Auswahl unserer Partnerfirmen und eine konstruktive Zusammenarbeit mit andern auf eine Veränderung hinwirken können. Patagonia allein kann natürlich das Arbeitsrecht oder die Regierungspolitik in den Zulieferländern nicht ändern. Wir kooperieren jedoch mit anderen Marken, die bei den gleichen Firmen produzieren lassen, sowie mit Regierungsbehörden und anderen Stellen, die sich um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen bemühen..

Seit Bestehen unserer Firma hat sich das Zentrum für die Produktion hochwertiger Textilien von Hongkong nach China verlagert; und derzeit verschiebt es sich nach Vietnam und Thailand, wo die Produktionskosten niedriger sind. Es gibt auch Länder mit noch niedrigeren Lohnkosten. Aber wir kooperieren nur mit Betrieben, die uns hohe Qualität und akzeptable Sozial- und Umweltstandards gewährleisten.

Unser Verhaltenskodex für den Arbeitsplatz fordert, dass sich die Vertragsfirmen an die Gesetze ihres Landes halten. Aber selbst wenn die Landesgesetze es gestatten würden, arbeiten wir mit keiner Firma zusammen, die Jugendliche unter 15 Jahren beschäftigt. Das ist das Mindestalter, das die Internationale Arbeitsorganisation für akzeptabel hält. Wo entsprechende Gesetze fehlen oder unzureichend sind, verbietet unser Verhaltenskodex zu lange Arbeitszeiten und gefährliche Arbeitsbedingungen. Bevor wir einen ersten Auftrag erteilen, überprüfen wir die soziale Verantwortung einer Firma. Dabei wird sie auch auf Kinderarbeit kontrolliert. Falls in einem Betrieb Kinderarbeit festgestellt wird, verfahren wir nach unserena Richtlinien gegen Kinderarbeit, die auf den Vorgaben der International Labor Organization und der Fair Labor Association basieren..

Nein, nicht alle. Wir fordern jedoch, dass sie wenigstens die gesetzlichen Mindestlöhne bezahlen, für angemessene Arbeitsbedingungen sorgen und ihren Arbeitern die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft gestatten. Viele unserer Produkte können nur von besonders qualifizierten Arbeitskräften gefertigt werden, die im Landesvergleich gute Stundenlöhne verdienen. Nach Möglichkeit arbeiten wir mit Unternehmen, die mindestens existenzsichernde Löhne bezahlen.

Wir unterstützen das Existenzlohn-Prinzip, nach dem es jeder Familie möglich sein muss von ihrem Einkommen zu leben. Allerdings können wir es bislang nicht immer umsetzen. Warum? Nähen ist eine Niedriglohnarbeit und der Konkurrenzdruck in der Textilbranche ist enorm. Die gesetzlichen Mindestlöhne sind daher oft niedrig – auch in den USA. Zudem ist das Existenzminimum oft schwer festzulegen. Die Zulieferbetriebe müssen sicher sein, dass sie durch Preiserhöhungen für bessere Löhne keine Umsatzeinbußen riskieren (was wiederum Entlassungen zur Folge hätte). Außerdem arbeiten die Betriebe oft für verschiedene Firmen und bezahlen ihren Arbeitern stets die gleichen Löhne. Wenn sie die Löhne erhöhen wollen, müssen sie daher mit allen Auftraggebern höhere Preise vereinbaren. Sie müssen die Gewissheit haben, dadurch keine Aufträge zu verlieren. Und schließlich muss auch der Kunde etwas tiefer in die Tasche greifen, um Existenzlöhne zu ermöglichen.

Es ist inakzeptabel, dass die Arbeitskraft der Armen ausgebeutet wird, um schicke Kleider für die Wohlhabenden zu produzieren. Existenzlöhne lassen sich unseres Erachtens am ehesten dadurch realisieren, dass Verbände wie die Fair Labor Association (FLA) eine Existenzlohn- (oder Fair Wage) Klausel festschreiben, die dann alle angeschlossenen Unternehmen als einheitlichen Standard in ihren Verhaltenskodex aufnehmen – zusammen mit einem Zeit- oder Stufenplan zur Umsetzung. Um wirksam zu sein, muss jede neue Lohnbestimmung mit geeigneten Maßnahmen verbunden sein; beispielsweise müssen Schulungen für Auditoren und Kontrollen in den Fabriken vorgesehen werden. Darum bemühen wir uns innerhalb der FLA.

Derzeit sind wir dabei, die Mindest- und Standardlöhne aller Länder zu ermitteln, in denen wir produzieren lassen, und in den Verhandlungen mit unseren Zulieferern höhere, faire oder existenzsichernde Löhne anzustreben. Von unseren eigenen Sozialaudits und den FLA-Kontrollen wissen wir, dass viele unserer Zulieferer zumindest einen Teil ihrer Mitarbeiter über dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlen. Außerdem haben wir uns am „JO-IN“-Projekt beteiligt, einer Multistakeholder-Initiative (der Clean Clothes Campaign und anderer Organisationen) zur stufenweisen Umsetzung von Existenzlöhnen in der Türkei.

Der „Existenzlohn-Rechner“ ermittelt für das Ventura County (Kalifornien), wo Patagonia seinen Hauptsitz hat, als Existenzminimum für einen Erwachsenen (2010) 12,46 $ pro Stunde. Für einen allein erziehenden Elternteil ergibt sich ein Stundenlohn von 22,49 $ (46.779 $ pro Jahr). Doch nach diesem Standard zahlen selbst wir nicht allen Mitarbeiten unserer Firmenzentrale einen Existenzlohn, obwohl wir angemessen (und weit über dem Minimum) entlohnen und in der Presse als einer der besten Arbeitgeber der Vereinigten Staaten gelten.

Kurz gesagt: ja. Aber die Sache ist kompliziert. Der Warentransport trägt nur minimal (1 bis 2%) zum Energieverbrauch und CO2 Ausstoß bei. Bei der Art des Transports muss man differenzieren: Schiff und Bahn sind am umweltfreundlichsten, Straßen- und Lufttransport belasten mehr. Die Transportwege lassen sich dadurch verkürzen, dass man die Stationen der Lieferkette möglichst konzentriert (kurze Wege zwischen Erzeuger, Spinnerei, Näherei und Hafen). Dies praktizieren wir in China, Indien und Vietnam. Da wir unsere Produkte weltweit verkaufen, wäre es nicht sehr vorteilhaft, ausschließlich in den USA zu produzieren – selbst wenn dies möglich wäre.

Patagonia hat sich dazu verpflichtet, „Lösungen für die aktuelle Umweltkrise anzuregen und zu verwirklichen.” In den letzten 20 Jahren haben wir verschiedene Umweltinitiativen mit insgesamt fast 40 Millionen Dollar in Geld- und Sachspenden unterstützt. Außerdem sind wir Mitbegründer der gemeinnützigen Organisationen Conservation Alliance, 1% For The Planet und der European Outdoor Group’s Association for Conservation. Wir spenden nicht für Schulen, Krankenhäuser oder Kunstprojekte, sondern ausschließlich für die Umwelt.

Natürlich ist uns bewusst, dass wir als Firma auch zur Belastung unserer Umwelt beitragen, denn alles was wir tun verursacht Schmutz oder Abfälle. Daher bemühen wir uns seit 20 Jahren darum, die direkte und indirekte (von unseren Zulieferern verursachte) Umweltbelastung zu minimieren. Als erstes Unternehmen unserer Größenordnung haben wir komplett auf Bio-Baumwolle umgestellt und stellen Fleece aus recycelten Plastikflaschen her. Alle Lösungen zur Minimierung unserer Umweltbelastung, die wir entdecken, geben wir aktiv an andere Unternehmen weiter.

Für unsere Geschäftspolitik haben Umweltschutz und soziale Verantwortung das gleiche Gewicht. Wir respektieren unsere Mitarbeiter als Menschen mit umfassenden Rechten, aktivem Familienleben und wesentlichen Interessen außerhalb der Arbeit. Patagonia findet sich regelmäßig auf der Liste der „100 besten“ nordamerikanischen Arbeitgeber. Und als erstes Unternehmen unserer Größe haben wir in unserem Hauptsitz in Ventura eine betrieblich subventionierte Kindertagesstätte eingerichtet.

Wir suchen nicht einfach global die billigsten Arbeitskräfte, sondern bemühen uns aktiv um die Verbesserung der Lebensbedingungen, der Gesundheitsmaßnahmen und der Sicherheit für alle, die unsere Produkte fertigen. Wir sind Gründungsmitglied der Fair Labor Association (FLA), die unsere Zulieferer kontrolliert, um sicherzustellen, dass sie mindestens die gesetzlichen Löhne bezahlen, humane Arbeitsbedingungen bieten und es den Arbeitern gestatten, sich gewerkschaftlich zu organisieren (Die FLA publiziert die Ergebnisse ihrer Kontrollen auf ihrer Website). Weiterhin sind wir aktives Mitglied in den Eco-Index und Corporate Responsibility Arbeitsgruppen der amerikanischen Outdoor Industry Association sowie in der Social Responsibility Working Group der European Outdoor Group, wo wir uns mit anderen Unternehmen über umweltschonende Verfahren austauschen. Darüber hinaus betreuen wir dort kleinere Outdoor-Firmen beim Start ihrer eigenen Programme zur sozialen Verantwortung. Patagonia Europe engagiert sich entsprechend in der Sustainability Working Group der European Outdoor Group (EOG).

Per incrementare la responsabilità sociale nell'intera catena di produzione, abbiamo promosso attività di business atipiche. Ad esempio, il nostro team SER (Social and Environmental Responsibility) collabora con il settore di produzione e il personale del reparto qualità, non con l'amministrazione e il dipartimento di marketing. I tre team (SER, Qualità, Produzione) lavorano e viaggiano insieme. Il responsabile di ogni team ha pari influenza e diritto di intervenire nelle decisioni che riguardano gli approvvigionamento, nuovi o già esistenti che siano. Ciascuno ha la facoltà di rifiutare la scelta di una nuova fabbrica. Prima di piazzare il nostro primo ordine, procediamo alla verifica di ogni nuovo stabilimento, che deve soddisfare esaustivi standard sociali/ambientali e qualitativi (le valutazioni dirette sono condotte dal nostro personale SER e del reparto Qualità). Il personale SER visita regolarmente fabbriche e stabilimenti per valutarne il livello di conformità, verificare il follow-up nel caso di azioni correttive relative a valutazioni condotte in precedenza o effettuare consulenza e formazione o per l'implementazione di piani di di riparazione/risanamento per specifiche problematiche riscontrate. Patagonia si impegna con determinazione a perseguire il miglioramento continuo a lungo termine degli standard socio-economici nelle proprie fabbriche.

Bislang haben wir keinen CSR- oder Nachhaltigkeitsbericht nach den Richtlinien der GRI (Global Reporting Initiative) oder gemäß den von anderen Firmen genutzten Richtlinien veröffentlicht.

Wir tragen die Mitverantwortung für eine angemessene Behandlung aller Arbeiter in unserer Zulieferkette und veröffentlichen eine Liste unserer Zulieferer. im Internet. Die Sozialaudits der Firmen, die an der Herstellung von Patagonia-Kleidung beteiligt sind, werden auf der Website der Fair Labor Association (FLA) veröffentlicht. Wir sind Mitglied der FLA, die jährlich eine Zufallsauswahl unserer Zulieferer überprüft. Auch unsere neu gestaltete Footprints Chronicles Website informiert über die Ergebnisse der Sozialaudits bei unseren Zulieferern.

Für Protokolle zum Thema Umweltverantwortung untersuchen die Footprint Chronicles einige der ökologischen Auswirkungen in unserer Lieferkette. Die Footprint Chronicles ermöglichen es uns, kritische soziale und umweltpolitische Themen in allgemein verständlicher Sprache mit allen Interessengruppen (Kunden, Presse, Lieferanten, Mitarbeiter und Studenten) zu diskutieren. Wir räumen denjenigen Themen Priorität ein, die uns am dringlichsten erscheinen, oder die unsere Stakeholder für besonders problematisch halten und daher mit uns diskutieren wollen. Wir zeigen darin nicht nur unsere Fortschritte auf, sondern auch Misserfolge und bisher ungelöste Probleme.

Außerdem informieren wir unsere Kunden und die Öffentlichkeit auch auf anderen Wegen über unsere Fortschritte im Bereich sozialer und ökologischer Verantwortung: im Corporate Responsibility Teil der Footprint Chronicles, in unserer jährlichen Broschüre über Umweltinitiativen, im Umweltteil unserer Website und in unserem Blog „The Cleanest Line“. Dies sind nach unserem Dafürhalten interessante, interaktive und transparente Medien, um unser Engagement für Menschenrechte, Umwelt und Ethik zu dokumentieren.

Anfang 2012 wurden wir als erste Firma in Kalifornien als Impresa Benefica (B-Corp) anerkannt. Dazu sind jährliche Berichte erforderlich.

Die Nachhaltigkeitsberichte nach den Richtlinien der GRI haben den Vorteil, dass sich die Daten verschiedener Unternehmen gut vergleichen lassen. Der Nachteil: Diese Berichte sind oft – wie Geschäftsberichte – in einer schwer verständlichen Fachsprache abgefasst, die ebenso viel verbirgt wie sie enthüllt. Da uns aber der Vorteil der Vergleichbarkeit überzeugt, suchen wir derzeit nach Möglichkeiten, die Resultate unserer Footprint-Recherchen (mit möglichst klaren Worten) in die GRI-Vorlagen einzufügen. Für relativ kleine Unternehmen wie Patagonia können Nachhaltigkeitsberichte und die dafür erforderlichen Recherchen sehr teuer sein. Sie werden daher unsere Footprint Chronicles nur ergänzen und nicht ersetzen können. Es ist uns wichtig, die Qualität der Kommunikation mit allen Beteiligten, die wir in den letzten Jahren aufgebaut haben, kontinuierlich weiter zu verbessern..

Die meisten unserer Sozialprüfungen lassen wir von unabhängigen, professionellen Auditoren durchführen und auch unser Direktor für soziale und ökologische Verantwortung, ein ehemaliger Sozialprüfer und Ausbilder mit 12 Jahren Erfahrung, führt einen Teil der Kontrollen durch. Anschließend wird ein Bericht abgefasst, der dokumentiert, wie weit die Firma unseren Arbeitsplatzrichtlinien und den örtlichen Gesetzen entspricht. Dieser Bericht geht an unseren Direktor für soziale und ökologische Verantwortung und an einen Analytiker. Und sofern nötig erarbeiten sie zusammen mit der Firma einen Handlungsplan. Er enthält alle Probleme und Korrekturmaßnahmen sowie einen Zeitplan für die Umsetzung. Bei ernsteren Problemen verpflichten wir die Firma zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprogramm, das weitere Kontrollen, längerfristige Schulungen und Hilfe zur Problemlösung vor Ort umfasst. Dabei gibt es für unser SER Team viel zu tun, aber es ist dann auch Aufgabe der Firma selbst, die Verantwortung für Mängel zu übernehmen und sie zu korrigieren.

Ja, das haben wir. Doch da wir unser Ziel darin sehen, die Rechte der Arbeiter zu schützen und zu verbessern, bemühen wir uns zunächst, mit den Firmen zu kooperieren, um ihre sozialen Probleme zu korrigieren und bessere Geschäftspraktiken zu fördern. Als Kunde der Firma können wir positiven Einfluss ausüben, wozu wir als Außenstehende kaum Möglichkeiten hätten. Auch die Fair Labor Association rät davon ab, nicht-konformen Firmen zu „kündigen”, sofern sie dazu bereit sind, Verbesserungen anzustreben. Trennt man sich von einem Zulieferer, so führt das oft zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und möglicherweise sogar zu Entlassungen. Sollte sich eine Firma jedoch weigern oder nicht dazu in der Lage sein, unsere Anforderungen zu erfüllen, so würden wir uns von ihr trennen.

Wir veröffentlichen die Liste unserer Vertragsfirmen zur Überprüfung durch nicht-staatliche Organisationen, unsere Kunden und andere Interessengruppen. Wir wollen mit anderen Auftraggebern dieser Firmen kooperieren, Kontrollergebnisse austauschen und gemeinsam sozial und ökologisch verantwortliche Lösungen umsetzen. Wir versuchen, die Last der Kontrollen zu minimieren und unsere Energie auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu konzentrieren. Da sich immer mehr Marken öffentlich zu ihrer sozialen Verantwortung bekennen, begreifen auch die Zulieferer zunehmend, dass Sozialverantwortung zum Geschäftsleben gehört. Und wenn alle Marken mit einer Stimme sprechen, haben sie mehr Gewicht.