Bei Patagonia – wie überall in der Geschäftswelt – weiß man, dass langfristig die Einkünfte höher als die Ausgaben sein müssen. Sonst ist der Bankrott vorprogrammiert; wie Ernest Hemingway beschrieb „Allmählich und dann plötzlich“.

Wir verbrauchen heutzutage die Ressourcen von anderthalb Planeten, haben aber nur den Einen. Alle Indikatoren für die Gesundheit unseres Planeten zeigen nach unten: Wasser, Luft, Ackerland, Fischbestände und Biodiversität. Wie lässt sich dieser Niedergang der Lebensqualität (und der damit verknüpfte Klimawandel) umkehren, ehe er zur Katastrophe führt?

Die meisten Überlegungen zu dieser Frage bauen auf technologische Lösungen. Jahr für Jahr nehmen wir an Umweltkonferenzen teil, die sich von neuen Technologien eine Verringerung des Rohstoffverbrauchs und der Abfallmengen versprechen. Doch auf diesen Konferenzen steht trotz gut gemeinter Bemühungen stets ein unausgesprochenes Problem im Raum, das kaum jemand angehen will. Dieses Problem ist der auf Wachstum basierende Kapitalismus und der Glaube daran, dass Wachstum gleichbedeutend mit Wohlergehen und einer gesunden Gesellschaft ist. Diese Kampagne stellt sich dem Problem. Sie erörtert mögliche Alternativen für alle – vom Wirtschaftsriesen bis zum Kleinunternehmer.

Weltweit wächst die Unzufriedenheit mit der heutigen Konsumwirtschaft, die der Gesellschaft längst nicht die sozialen Vorteile verschafft, die sie verspricht. Gleichzeitig beobachten wir einen Trend zur Veränderung, sowohl bei großen Unternehmen und Industriegiganten als auch bei innovativen, gemeinschaftsorientierten Kleinunternehmen.
Dabei wissen alle, dass neben raschen und klugen Innovationen, scharfe Einschnitte beim Verbrauch unverzichtbar sind.

Was ist eine verantwortungsvolle Wirtschaft? Es ist eine Wirtschaft, die für das Wohlergehen der Menschen sorgt, sinnerfüllte Arbeitsplätze schafft und nur so viel von der Erde nimmt, wie sie regenerieren kann. Es ist eine Wirtschaft, in der all die Indikatoren, die derzeit nach unten weisen und uns in den Bankrott zu treiben drohen (CO2-Ausstoß, Versauerung der Meere, Rodung der Wälder, Wüstenbildung, Artensterben, Wasserverschmutzung, Freisetzung von chemischen Giftstoffen) irgendwann zum Stillstand kommen und sich schließlich ins Gegenteil verkehren. Worauf basiert diese Wirtschaft? Welche Beispiele gibt es bereits?

„Die Neue Wirtschaft ruft dazu auf, unsere Begeisterung für Neues im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung zu halten.” Bob Massie

In den nächsten zwei Jahren wird Patagonia diesen Fragen nachgehen. Natürlich haben wir längst nicht alle Antworten. Gerne können Sie sich an der Suche nach Berichten, Lösungen, Beispielen und neuen Fachleuten für die Verantwortungsvolle Wirtschaft beteiligen.

Dies ist unser bislang ehrgeizigstes und wichtigstes Projekt. „Unsere bisherigen Umweltkampagnen (gegen Überfischung, Wasserverschmutzung, Verbauung der Migrationspfade von Wildtieren) bezogen sich lediglich auf Symptome des eigentlichen Problems“, sagt Yvon Chouinard, Gründer und Geschäftsführer von Patagonia. „Jetzt wollen wir das Kernproblem angehen.“ Demnächst mehr zum Thema.


Verantwortungsvolle Wirtschaft

„Verantwortungsvolle Wirtschaft“

Wir bei Patagonia fühlen uns unserem Leitbild verpflichtet und müssen uns der Wachstums-Frage stellen, indem wir sie sowohl generell thematisieren, als auch in Bezug auf unsere eigene Situation in der Weltwirtschaft analysieren.

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Das eigentliche Problem

Bis 2050 werden wir 300-500 Prozent der natürlichen Ressourcen verbrauchen. Man muss kein Ökonom sein, um zu erkennen, dass dies in den Bankrott führt.

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Die Konventionen brechen und damit erfolgreich sein

Im Alter von 18 Jahren gründete Yvon Chouinard eine kleine Schmiede, aus der - fast per Zufall - die Firma Patagonia entstanden ist, eine innovative und umweltbewusste Outdoorfirma.

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The Parable of the Iron Pan

Das Beispiel der Eisenpfanne

Vor langer Zeit, als ich noch ein Twen war, lebte ich in einer kleinen Wohnung in New Haven, Connecticut. Ich besaß einen Stuhl, ein Bett, eine Lampe und ein paar Bücher, aber sonst nicht viel. Vor allem fehlte mir Küchenzubehör, also begann ich, danach zu suchen.

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Öko-nomie

Es geht hier um ein kleines Bergdorf in einem Staat, den ich nicht nennen will. Bis letztes Jahr hatte der Ort eine Wirtschaft nach dem üblichen Muster: ein paar Monate Tourismus im Winter und im Sommer sowie Besitzer von Ferienwohnungen.

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Warum kaufen?

Kein Baum möchte als Toilettenpapier enden. Das ist sicher kein schönes Ende.
Das Papier wird die Toilette runter gespült und vielleicht bis ins Meer. Doch die Papprolle im Kern hat ein noch traurigeres Los: Sie endet auf der Müllkippe, da kaum jemand eine Wertstofftonne in seiner Toilette hat.

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