Kalifornisches Gesetz über die Transparenz von Lieferketten (California Transparency in Supply Chains Act SB 657, 2010)

„Menschenhandel ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er umfasst die Anwerbung, Beförderung, Verbringung, Beherbergung und Aufnahme von Personen durch Androhung oder Anwendung von Gewalt oder anderen Formen der Nötigung zum Zweck ihrer Ausbeutung.” United Nations Office on Drugs and Crime

Menschenhandel ist eine Form der Zwangsarbeit und weltweit die zweithäufigste Form illegalen Handels – kurz nach dem Drogenhandel und auf gleichem Niveau mit illegalem Waffenhandel. Er wird auch als moderne Sklaverei bezeichnet und ist das am schnellsten wachsende illegale Gewerbe der Welt.¹ Daten der International Labor Organization (ILO) zeigen, dass es weltweit mindestens 12,3 Millionen Opfer der Zwangsarbeit gibt, von denen 2,4 Millionen auf das Konto des Menschenhandels gehen. Zu den Betroffenen zählen auch Männer, besonders gefährdet sind jedoch Frauen und Kinder.²

Menschenhandel in jedem Bereich ist eine Folge von Armut, niedrigem Bildungsstand und einem Mangel an staatlichem Handeln und politischer Bereitschaft. Menschenhandel wird oft als ein Problem des illegalen Sexgewerbes angesehen, doch findet man seine Opfer auch in Nähereien, Zuschneidereien und Textilfabriken und sogar in der Landwirtschaft. Einem besonderen Risiko ausgesetzt sind Firmen, die mit Vermittlern von Arbeitskräften oder nicht kontrollierten Subunternehmen arbeiten. Selbst in den USA, wo ausländische Wanderarbeiter durch Vermittler einen Arbeitsplatz suchen, stellen Firmen manchmal Opfer von Menschenhändlern ein.

Patagonia untersagt in seiner Lieferkette jegliche Art von Zwangsarbeit, darunter auch Sklaverei und Menschenhandel. Hier gibt es keinerlei Ausnahmen. Sollte sich ein so schwerwiegender Verstoß bei einem unserer Zulieferer herausstellen, so werden wir gegen diese Firma Disziplinarmaßnahmen ergreifen. In jedem Fall muss die Firma das Problem umgehend beseitigen und mit einem Abbruch der Geschäftsbeziehungen rechnen.

Patagonia hat seinen Workplace Code of Conduct und sein Programm zur Betriebskontrolle Mitte der 1990er Jahre entwickelt und eingeführt, lange bevor das kalifornische Gesetz über die Transparenz von Lieferketten (California Transparency in Supply Chains Act SB 657) verabschiedet wurde. Unser Kodex und das Programm von Werksprüfungen dienen der Erkennung und Verhinderung von Zwangsarbeit und anderen Verstößen gegen die Menschenrechte. Nach der Verabschiedung des Gesetzes hat unsere Abteilung für ökologische und soziale Verantwortung 2010 und 2011 viel Zeit investiert, um eventuelle Lücken festzustellen, zwischen dem, was wir bisher schon unternehmen, und dem, was das Gesetz fordert. Wir haben uns intensiv über Fragen des Menschenhandels informiert und Recherchen in unserer Lieferkette angestellt und wir haben an Seminaren, Webinaren und Diskussionen mit anderen Markenfirmen teilgenommen.

Unsere unten angefügte Offenlegungserklärung erläutert wie wir unsere Betriebe auf jede Art von Zwangsarbeit (darunter auch Menschenhandel und Sklaverei) überprüfen und wie wir unser Programm ausgeweitet haben. Das neue kalifornische Gesetzt verpflichtet uns dazu, offenzulegen wie wir unserer Sorgfaltspflicht in diesem Bereich nachkommen. Doch wir haben der Erklärung noch weitere Informationen darüber beigefügt, was wir unternehmen, um auch Kinderarbeit in unserer Lieferkette zu verhindern. Dies geschah, um unserer Erklärung noch mehr Transparenz zu verleihen und um auf rechtsanhängige Bundesgesetze ähnlich dem Gesetz SB 657 vorbereitet zu sein.

Wir begrüßen die Bemühungen einer wachsenden Zahl von Antisklaverei-Gruppen, NGOs und der Regierung unseres Bundesstaates und der USA, die Probleme von Menschenhandel, Sklaverei und Kinderarbeit in der Lieferkette zu beleuchten. Sie haben hilfreiche Instrumente geschaffen, mit denen die Marken diese Probleme vermeiden, erkennen und korrigieren können. Wir hoffen, dass diese ernsten Menschenrechtsprobleme zukünftig noch mehr Beachtung finden und untersucht werden.
Unsre bisherigen Schritte sind Teil zur Umsetzung eines unserer zentralen Werte: Verantwortungsvoll leben. Wir hoffen, dass unsere Offenlegungserklärung gemäß SB 657 zeigt, dass wir sorgfältig darum bemüht sind, unsere Zulieferer bei der Einhaltung unserer Menschenrechtsnormen zu überwachen und zu unterstützen – insbesondere was Menschenhandel und Kinderarbeit betrifft. Wir freuen uns über jedes Feedback zu dieser Erklärung. Bitte schreiben Sie uns per e-Mail an social_responsibility@patagonia.com.

Im Folgenden unsere Offenlegungserklärung gemäß dem kalifornischen Gesetz über die Transparenz von Lieferketten (SB 657).

Patagonias Offenlegungserklärung gemäß dem Gesetz SB 657:

Die in Abschnitt (a) beschriebene Offenlegungserklärung soll mindestens zeigen, ob und in welchem Umfang der Einzelhändler oder Hersteller:

(1) seine Lieferketten überprüft, um das Risiko von Menschenhandel oder Sklaverei abzuschätzen und darauf zu reagieren. Falls die Überprüfung nicht durch einen unabhängigen Dritten durchgeführt wurde, ist dies die in der Offenlegungserklärung anzugeben.

Patagonia ist ein voll anerkanntes Gründungsmitglied der Fair Labor Association® (FLA®). Diese Multistakeholder-Organisation wurde einzig für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Fabriken in aller Welt geschaffen. Unser Code of Conduct basiert auf dem Code der FLA und verbietet jede Art von Zwangsarbeit, darunter auch Menschenhandel und Sklaverei, sowie Kinderarbeit in unserer Lieferkette. Außerdem enthält er dazu detaillierte Richtlinien, die unsere Zulieferer einhalten müssen. Weiterhin müssen unsere Grundsätze und Verfahren im Einklang mit den Principles of Fair Labor and Responsible Sourcing der FLA stehen.

Diese schriftlich festgehaltenen Prinzipien und Verfahren erläutern wie wir Zwangsarbeit (einschließlich Sklaverei und Menschenhandel) sowie Kinderarbeit erkennen, beurteilen, behandeln und beenden – bei Bekleidungsherstellern sowie seit kürzerer Zeit auch in Textilfabriken (und wir hoffen dass wir hier binnen weniger Jahre auch unsere Farmen einschließen können). Die Firmenzentrale von Patagonia wird alle drei Jahren nach den Grundsätzen der FLA von deren Mitarbeitern überprüft; zwischendurch finden regelmäßige Nachprüfungen statt. Außerdem müssen wir der FLA jedes Jahr einen formellen Bericht einreichen, der die Einhaltung ihrer Grundsätze belegt.

Um sicherzustellen, dass unsere Zulieferer unsere Grundsätze und Verfahrensweisen einhalten, werden alle neuen Firmen einer Vierstufen-Prozedur von Vorprüfungen und Revisionen unterzogen. Dazu gehören Untersuchungen durch unsere Teams für Umwelt- und Sozialverantwortung, für Sourcing und für Qualitätskontrolle. Bei der abschließenden Entscheidung für oder gegen eine Firma hat unser Team für Umwelt- und Sozialverantwortung das gleiche Vetorecht wie die anderen Abteilungen. Diese Vorsichtsmaßnahme verhindert, dass wir mit Firmen, deren Menschenrechtspraxis unzulänglich ist, überhaupt Verträge abschließen.

Alle Zuschneide-, Näh- und Veredelungsbetriebe, mit denen wir bereits arbeiten, sowie ihre Subunternehmen überprüfen wir auf Einhaltung unseres Code of Conduct. Dabei wird auch die Einhaltung unseres Verbots von Zwangs- und Kinderarbeit kontrolliert. Dies gehört bereits seit Mitte der 1990er Jahre zu unserem Programm für Sozialverantwortung. Seit Ende 2011 überprüfen wir auch die Zulieferer der Stoffe. Falls wir bei einer Prüfung einen Verstoß gegen unseren Code of Conduct feststellen (etwa Menschenhandel, Sklavenarbeit oder Kinderarbeit), so bestehen wir auf sofortiger Korrektur. Über 60% unserer jährlichen Werkskontrollen werden von namhaften, unabhängigen Büros durchgeführt. Zusätzlich kontrolliert die FLA jedes Jahr 5% der Bekleidungsfirmen in unserer Lieferkette und veröffentlicht die Ergebnisse auf ihrer Website. Weitere Informationen zu den Themen Umwelt- und Sozialverantwortung finden Sie auf unserer Footprint Chronicles® website.

Unser Instrumentarium für Sozialaudits zur Überwachung von Firmen und Subunternehmen umfasst die Bereiche Wander-, Import-, Vertrags- und Saisonarbeit. Werden Vermittler von Arbeitskräften oder Subunternehmen in diesem Bereich nicht überwacht, so kann dies dem Menschenhandel Vorschub leisten, da der Auftragsnehmer und andere Marken dies gewöhnlich nicht tun. Wir besitzen ein komplettes Verzeichnis unserer Zuschneidereien, Nähereien und Veredelungsbetriebe und haben auch die meisten unserer Subunternehmen auf Einhaltung unseres Code of Conduct überprüft. Wir hoffen, alle noch ausstehenden Beurteilungen der Subunternehmen in den nächsten Jahren abschließen zu können.

Informationen über die festgestellten Mängel und ihre Behebung speichern wir in einer Datenbank, die uns dabei hilft, mögliche Menschenrechtsverletzungen (wie Zwangsarbeit, Menschenhandel und Kinderarbeit) in unserer Lieferkette zu erkennen und darauf zu reagieren. Die Datenbank ist unerlässlich, um unserer Sorgfaltspflicht die nötige Priorität zu geben. Diese Pflicht geht über Sozialaudits hinaus und umfasst auch Schulungen und Intensivprogramme zur stetigen Verbesserung - von denen viele von Patagonia finanziert werden.

Wir haben unsere internen Verfahren unlängst aktualisiert, um Menschenhandel sowie alle anderen Formen der Zwangsarbeit als unter keinen Umständen zu tolerierende Verstöße zu verurteilen. Außerdem haben wir spezifische Abhilfemaßnahmen entwickelt für den Fall, dass bei einer Kontrolle Hinweise auf Menschenhandel oder Kinderarbeit entdeckt werden. Unser Code of Conduct und Benchmark Dokument werden wir Anfang 2012 aktualisieren, um es der neuesten FLA-Version anzupassen. In diesem Kontext werden wir auch dem Begriff des Menschenhandels und spezielle Richtlinien einfügen. Weiterhin hat die Firma UL STR Responsible Sourcing im Oktober 2011 unser Instrumentarium für Sozialaudits überarbeitet und dabei mehr Gewicht auf Wander- und Importarbeit gelegt. Es prüft nun verstärkt auf Anzeichen von Menschenhandel. Und schließlich haben wir in unsere Datenbank eine neue Sparte aufgenommen, die zusätzliche Audit-Resultate zum Thema Wander-, Import und Vertragsarbeit enthält.

Eine Kopie unserer internen Richtlinien und Verfahren für Zwangs- und Sklavenarbeit, Menschenhandel und Kinderarbeit finden Sie hier.

(2) Audits durchführt, um festzustellen, ob die Zulieferer die Firmenrichtlinien für Menschenhandel und Sklaverei in der Lieferkette einhält. Falls die Überprüfung nicht durch einen unabhängigen Dritten durchgeführt wurde, ist dies die in der Offenlegungserklärung anzugeben.

Menschenhandel und Sklaverei können in der Lieferkette vorkommen, wenn ein Betrieb einen Teil seiner Arbeitskräfte über Vermittler oder eine Zeitarbeitsagentur einstellt. Wir überprüfen unsere Zulieferer, um sicherzustellen, dass sie unsere Code of Conduct Bestimmungen einhalten – einschließlich der Richtlinien zu Zwangs- und Kinderarbeit. Unser Kontrollprogramm bewertet alle Kleidungshersteller, ihre Subunternehmen und seit November 2011 auch die Rohstofflieferanten (Stoffe und Besatzmaterial). Zum Instrumentarium hat schon immer ein umfangreicher Prüfungskatalog zum Thema Kinderarbeit gehört. Und im Oktober 2011 wurde es durch einen umfassenden Katalog zu Import- und Wanderarbeit ergänzt sowie durch spezielle Fragen, die Anzeichen von Menschenhandel enthüllen. Falls sich dabei Bedenken ergeben, führen wir in Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Dritten und/oder mit nichtstaatlichen Arbeitervertretern eine Risikobeurteilung und -bekämpfung auf höherem Niveau durch.

2010 und 2011 haben unabhängige Kontrollbüros die meisten unserer Audits durchgeführt. Diese Audits waren alle vorher angekündigt. Unser eigenes Social Responsibility Team führt jedoch auch unangekündigte Prüfungen durch. Ende 2012 haben wir in Asien drei CSR-Außendienstleiter eingestellt, um Prüfungen, Weiterbildungen und Verbesserungen in unserer Lieferkette zu erzielen. Sie werden angekündigte und unangekündigte Prüfungen vornehmen. Und schließlich kontrolliert die FLA jedes Jahr 5% unserer Zulieferer. Diese Audits sind nicht angekündigt und ihre Ergebnisse werden auf der FLA website veröffentlicht.

Neben den Kontrollen bietet Patagonia seinen Zulieferern zahlreiche Maßnahmen, um die Einhaltung der Code of Conduct Bestimmungen und der Gesetze über Zwangs- und Kinderarbeit zu gewährleisten. Dazu zählen spezielle Schulungen, Programme zur stetigen Verbesserung, Initiativen zum Aufbau von Handlungskompetenzen wie das ILO Better Work program und die Zusammenarbeit mit anderen Marken un der FLA.

(3) von direkten Zulieferern eine Bestätigung verlangt, dass die in den Produkten enthaltenen Materialien den Gesetzen über Sklaverei und Menschenhandel in dem Land oder den Ländern entsprechen, in dem oder denen der Zulieferer Geschäfte betreibt.

Alle unsere direkten Zulieferer müssen jetzt eine Erklärung unterschreiben, die bescheinigt, dass die in ihren Produkten enthaltenen Materialien den Gesetzen über Sklaverei und Menschenhandel in dem Land oder den Ländern entsprechen, in denen sie Geschäfte betreiben. Da wir wissen, dass Schulung und Sensibilisierung die besten Vorbeugemaßnahmen sind, haben wir alle unsere Zulieferer dazu aufgefordert, sich intensiv über Menschenhandel und Sklaverei zu informieren. Wir haben ihnen entsprechende Materialien zur Verfügung gestellt, um sie auf mögliche Bereiche des Menschenhandels aufmerksam zu machen, denn wenn eine Firma Arbeiter über einen Vermittler einstellt, kann sie dabei unwissentlich den Menschenhandel unterstützen. Zu den Materialien gehören eine Zusammenfassung des SB 657 von der FLA, eine Liste unserer Maßnahmen zur Verhinderung von Menschenhandel in unserer Lieferkette, eine Liste hilfreicher Internetseiten zum Thema und ein neuer Fragenkatalog, der Anzeichen von Menschenhandel bei der Einstellung von Arbeitskräften aufdecken kann. Als weiteren Ausbau unseres Schulungsprogramms, planen wir, unseren Zulieferern ein Sensibilisierungstraining zum Thema Menschenhandel anzubieten. Es wird zeitgleich mit dem von der FLA geforderten jährlichen Code of Conduct Trainings durchgeführt werden. Die gesamte Belegschaft muss daran teilnehmen und wir hoffen daher, dass sowohl potenziell gefährdete Arbeiter als auch ihre Vorgesetzten und die für die Personaleinstellung verantwortlichen davon profitieren.

(4) ein internes Erfassungssystem und -verfahren für Mitarbeiter und Vertragspartner pflegt, die gegen die Firmenrichtlinien zu Menschenhandel und Sklaverei verstoße.

Die Firmenzentrale von Patagonia wird alle drei Jahre von FLA Mitarbeitern formell gemäß den Principles of Fair Labor and Responsible Sourcing, überprüft; dazwischen finden regelmäßige Nachprüfungen statt. Im Februar 2013 wurde Patagonias CSR-Programm von der FLA erneut abgesegnet. Außerdem müssen wir der FLA jedes Jahr einen formellen Bericht einreichen, der die Einhaltung ihrer Grundsätze belegt. Er enthält eine Analyse unserer Teams für Qualität, Sozial- und Umweltverantwortung, die unsere Fortschritte bei der Umsetzung der Menschenrechte in den Fertigungsbetrieben beurteilt. Infolge der neuen Verpflichtungen für FLA-Mitglieder bezüglich verantwortungsvollen Bestellpraktiken mussten wir zudem ein Verfahren entwickeln, mit dem unsere Teams für Qualitätsprüfung, Entwicklung und Bedarfsplanung dahingehend beurteilt werden, wie gut sie dafür sorgen, dass unsere Zulieferer sich an die Richtlinien unseres Code of Conduct halten. Dazu zählen auch Richtlinien zur Vermeidung von Menschenhandel, Sklaverei und Kinderarbeit.

Patagonia untersagt jegliche Art von Zwangsarbeit, darunter auch Sklaverei und Menschenhandel. Hier gibt es keinerlei Ausnahmen. Sollte sich ein so schwerwiegender Verstoß bei einem unserer Zulieferer herausstellen, werden wir gegen diese Firma betriebliche Disziplinarmaßnahmen ergreifen. Dazu gehört in allen Fällen die Forderung einer sofortigen Korrektur sowie möglicherweise ein Abbruch der Geschäftsbeziehungen. Außer bei ernsten Null-Toleranz Verstößen, die nicht umgehend abgestellt werden, strebt Patagonia nach langfristigen Beziehungen und kooperiert mit seinen Vertragsfirmen im Sinne einer stetigen Verbesserung.

(5) Mitarbeitern und Betriebsleitern, die direkt für die Lieferkette zuständig sind, Schulungen zu Menschenhandel und Sklaverei anbietet, insbesondere darüber wie sich die Risiken in der Lieferkette minimieren lassen.

Unser SER Team führt das ganze Jahr über Schulungen zum Thema Umwelt- und Sozialverantwortung durch. Dazu zählen Einführungen in unser CR Programm für neue Mitarbeiter und Auffrischungen zu laufenden Projekten im Rahmen unserer beliebten „Brown Bag“ Mittagessen. Bei den Essen zeigen wir auch Dokumentarfilme zum Thema Sozial- und Umweltverantwortung, führen Präsentationen durch oder haben Ehrengäste, die einen Vortrag halten. Die meisten Schulungen finden in Ventura, in Kalifornien, und in Reno, Nevada, statt. Einige aber auch in Büros und bei Einzelhändlern in Übersee.

Am 7. Dezember 2011 hatten wir einen Experten engagiert, der zusammen mit unserem Direktor für Umwelt- und Sozialverantwortung ein Sensibilisierungstraining zum Thema Menschenhandel durchführte. Mehr als 100 Angestellte, die direkt mit unseren Zulieferern arbeiten, waren persönlich anwesend. Wir besprachen viele wichtige Punkte zum Thema Menschenhandel und Sklaverei, unter anderem die Änderungen zur diesbezüglichen Risikominderung in unserem Programm. Außerdem planten wir Webinars zur Auffrischung und laufende Schulungen für neue Mitarbeiter.

Wir beabsichtigen, unseren Zulieferern ein Sensibilisierungstraining zum Thema Menschenhandel anzubieten. Es soll zeitgleich mit dem von der FLA geforderten jährlichen Code of Conduct Trainings durchgeführt werden. Die gesamte Belegschaft muss daran teilnehmen und wir hoffen daher, dass sowohl potenziell gefährdete Arbeiter als auch ihre Vorgesetzten davon profitieren werden.

Literaturstellen:
1 US Department of Health and Human Services, Human Trafficking Fact Sheet, http://www.acf.hhs.gov/trafficking/about/fact_human.html

2 Combating Forced Labor: A Handbook for Employers and Businesses, pg. 13 (International Labour Organization), http://www.ilo.org/sapfl/Informationresources/ILOPublications/lang--en/docName--WCMS_101171/index.htm

Nützliche Internetseiten zum Thema Menschenhandel:

California Transparency in Supply Chains Act – Law Language
http://leginfo.ca.gov/pub/09-10/bill/sen/sb_0651-0700/sb_657_bill_20100930_chaptered.html

Allgemeine Informationen und Statistiken
United Nations Office on Drugs and Crime Report on Human Trafficking (February 2009)
http://www.unodc.org/unodc/en/human-trafficking/global-report-on-trafficking-in-persons.html

Die UNO und ihre Partner starten eine Initiative zur Beendigung „moderner Sklaverei“ in Gestalt des Menschenhandels
http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=22009
http://www.ungift.org/knowledgehub/

US State Department, Office To Monitor and Combat Trafficking in Persons 2011 Trafficking in Person Report
http://www.state.gov/g/tip/index.htm

US Department of Health and Human Services, Human Trafficking Fact Sheet
Statistiken und US-Stellen, an die man sich bei Verdacht auf Menschenhandel wenden kann
http://www.acf.hhs.gov/trafficking/about/fact_human.html

Informationen und Statistiken zum Thema Lieferkette
Fair Labor Association (FLA)
http://www.fairlabor.org/fla/Public/pub/Images_XFile/R497/FLA_CTISCA_final.pdf
http://www.fairlabor.org/fla/go.asp?u=/pub/mp&Page=CT_MigrantWorkers

Blog: “Perspectives in Responsible Sourcing”
Eine Reihe von Blogs zum Thema Menschenhandel in der Lieferkette
http://cscc.typepad.com/responsiblesourcing/2011/06/str-rs-multi-stakeholder-roundtable-on-ca-transparency-in-supply-chains.html
http://cscc.typepad.com/responsiblesourcing/2011/07/made-in-thailand.html
http://cscc.typepad.com/responsiblesourcing/2011/07/sri-lanka-toward-safe-migration.html
http://cscc.typepad.com/responsiblesourcing/2011/08/bipartisan-bill-to-fight-human-trafficking-business-transparency-on-trafficking-slavery-act-hr-2759.html (and others)

Verite Help Wanted: Hiring, Human Trafficking and Modern Day Slavery in a Global Economy (2010)
http://www.verite.org/forced-labor

Hilfe für Lieferfirmen und Marken
ILO Combating Forced Labor Employer’s Handbook
http://www.ilo.org/sapfl/Informationresources/ILOPublications/lang--en/docName--WCMS_101171/index.htm

Verite Fair Hiring Tool Kit (siehe unter „Zulieferer“)
https://www.verite.org/helpwanted/toolkit