FAQs

Wir prüfen Qualität und Unternehmensfaktoren (wie Technologie, Qualifikation, Lage, Preis, Kundenservice, pünktliche Lieferung etc.) sowie ökologische und soziale Kompetenzen.

Wichtigster Punkt ist nach wie vor die Qualität. Doch unmittelbar danach folgt eine möglichst geringe Umweltbelastung. Lässt sich die Umweltbelastung ohne Kompromisse bei der Qualität reduzieren, dann tun wir dies. Wenn sich dadurch der Preis erhöht, müssen wir abwägen. Meist entscheiden wir uns für die Umwelt, auch wenn das einen Absatzverlust bedeutet.

Unser Team für soziale und ökologische Verantwortung kann die Zusammenarbeit mit jeder Firma ablehnen, die unsere sozialen und ökologischen Normen nicht erfüllt. Eine Firma, die unsere hohen Mindestanforderungen nicht erfüllt, scheidet automatisch aus. Bei der Bewertung der sozialen Eignung berücksichtigen wir zwei Bereiche: Wie weit die Firma die Normen unseres Code of Conduct erfüllt und in welchem Maß die Inhaber dazu bereit sind, bei der Korrektur von Mängeln mit uns zu kooperieren.

Einen Großteil der Firmen, Stofffabriken und Schneidereien in unserer Lieferkette besucht unser Team für soziale und ökologische Verantwortung einmal im Jahr. Seine Mitarbeiter stehen in täglichem E-Mail- und Telefonkontakt mit den Firmen. Wir beauftragen auch unabhängige Auditoren mit der Überprüfung sozialer/ökologischer Faktoren. Zudem kontrolliert die Fair Labor Association (FLA) jedes Jahr unangekündigt eine Zufallsauswahl unserer Fertigungsbetriebe. Unsere Mitarbeiter für Design, Entwicklung und Produktion sind ebenfalls in ständigem E-Mail-Kontakt mit den Betrieben und besuchen sie häufig. Auch unser Team für Qualitätskontrolle stattet den Firmen regelmäßig Besuche ab. Seine Mitarbeiter sind geschult, Verstöße gegen die Menschenrechte sowie gegen Vorschriften für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu erkennen und zu melden.

Wir suchen weltweit nach Firmen mit dem Know-how und der maschinellen Ausstattung, um Produkte bester Qualität umweltschonend, fristgerecht und günstig zu liefern, und die zudem ihre Mitarbeiter fair behandeln. Klicken Sie hier für eine aktuelle Liste unserer Fertigungsbetriebe. Zusätzlich veröffentlichen wir ihre Standorte sowie die einiger Materiallieferanten und Farmen auf der Lieferketten-Karte in unseren Footprint Chronicles.

Derzeit arbeiten wir mit acht Fertigungsbetrieben und über 40 Stofffabriken in den USA. Dies ist zwar nur ein geringer Prozentsatz unseres Gesamtvolumens, doch wir sind bemüht, möglichst viele Aufträge in den USA zu vergeben. Die weltweite Jagd nach guten, günstigen Arbeitskräften hat die Textilindustrie in den USA praktisch zum Erliegen gebracht. Und selbst in ihrer Blütezeit hatten die Bekleidungshersteller in den USA nicht das nötige Know-how, um unsere besonders technischen Produkte zu fertigen. Wir lassen zwar einige Teile in den USA fertigen, aber nur wenige und nur einfachere Modelle.

Einige Länder, in denen wir produzieren lassen, darunter China, haben sehr niedrige Sozial- und Umwelt-Standards. Die Normen in den USA sind besser, aber nicht so gut (in mancher Hinsicht längst nicht so gut) wie in der EU oder in Japan.

Wir wollen eine gute Zusammenarbeit nicht aufgrund mangelhafter Sozial- und Umweltschutz-Politik im Land unserer Geschäftpartner beenden. So arbeiten wir z. B. in China und Vietnam mit einigen hervorragenden Betrieben zusammen. Wir glauben, dass wir durch die überlegte Auswahl unserer Partnerfirmen und konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Stellen eine Änderung bewirken können. Patagonia allein kann natürlich das Arbeitsrecht oder die Regierungspolitik in den Zulieferländern nicht ändern. Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen kooperieren wir mit anderen Marken, die bei den gleichen Firmen produzieren lassen sowie mit Regierungsbehörden und anderen Stellen

Seit Bestehen unserer Firma hat sich das Zentrum für die Produktion hochwertiger Textilien von Hongkong nach China verlagert; derzeit verschiebt es sich nach Vietnam, Bangladesh und Myanmar, wo die Produktionskosten niedriger sind. Es gibt auch Länder mit noch niedrigeren Lohnkosten. Aber wir kooperieren nur mit Betrieben, die uns hohe Qualität sowie akzeptable Sozial- und Umweltstandards gewährleisten. Die Firmen in vielen Billiglohnländern können das nicht, also arbeiten wir auch nicht mit ihnen zusammen.

Unser Verhaltenskodex für den Arbeitsplatz fordert, dass sich die Vertragsfirmen an die Gesetze ihres Landes halten. Aber selbst wenn die Landesgesetze es gestatten würden, arbeiten wir mit keiner Firma zusammen, die Jugendliche unter 15 Jahren beschäftigt. Das ist das Mindestalter, das die Internationale Arbeitsorganisation für akzeptabel hält. Vor der ersten Bestellung prüfen wir die soziale Verantwortung einer Firma. Dabei wird sie auch auf Kinderarbeit kontrolliert. Falls in einem Betrieb Kinderarbeit festgestellt wird, verfahren wir nach unseren Richtlinien gegen Kinderarbeit & Menschenhandel, die auf den Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation und der Fair Labor Association basieren.

Die meisten Arbeiter verdienen keinen Existenzlohn, der per allgemeiner Definition das Einkommen bezeichnet, das eine Familie für ihren Lebensunterhalt benötigt. Seit Anfang 2013 fordert unser Code of Conduct, dass Firmen, die für Patagonia arbeiten, sich darum bemühen, Exisenzlöhne, gesetzliche Mindestlöhne, Überstunden- und andere Vergütungen zu bezahlen. Unserer technischen Produkte können nur von besonders qualifizierten Arbeitskräften gefertigt werden, die im Landesvergleich generell gute Stundenlöhne erzielen. Durch Akkordarbeit erzielen einige Arbeiter nahezu existenzsichernde Löhne. Nach Möglichkeit arbeiten wir mit Unternehmen, die mindestens existenzsichernde Löhne bezahlen.

Wir ermitteln die Mindest- und Standardlöhne aller Länder, in denen wir produzieren lassen, und drängen bei unseren Verhandlungen mit allen Zulieferern auf faire oder existenzsichernde Löhne. Unsere Sozialaudits und FLA-Kontrollen haben ergeben, dass viele unserer Zulieferer einige oder alle Mitarbeiter über dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlen.

Wir sind für eine existenzsichernde Entlohnung, können sie aber bislang noch nicht umsetzen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Nähen ist eine Niedriglohnarbeit, der Konkurrenzdruck in der Textilbranche ist enorm und gesetzliche Mindestlöhne sind oft niedrig – auch in den USA. Viele Betriebe arbeiten für verschiedene Firmen und bezahlen ihren Arbeitern stets die gleichen Löhne. Wenn sie die Löhne erhöhen wollen, müssen sie daher mit allen Auftraggebern höhere Preise vereinbaren. Firmen brauchen die Gewissheit, keine Aufträge zu verlieren, wenn sie die Preise anheben, um höhere Löhne bezahlen zu können. (Schlechter gehende Geschäfte könnten zu Stellenabbau führen.) Und schließlich muss auch der Kunde etwas tiefer in die Tasche greifen, um Existenzlöhne zu ermöglichen.

Existenzlöhne lassen sich unseres Erachtens am ehesten dadurch realisieren, dass Verbände wie die Fair Labor Association (FLA) eine Existenzlohn- (oder Fair Wage) Klausel festschreiben. Dann werden alle angeschlossenen Unternehmen diese Vorgabe als einheitlichen Standard in ihren Verhaltenskodex aufnehmen – zusammen mit einem Zeit- oder Stufenplan zur Umsetzung. Um wirksam zu sein, muss jede neue Lohnbestimmung mit geeigneten Maßnahmen wie Auditor-Schulungen und Kontrollen in den Fabriken verbunden sein. Darum bemühen wir uns innerhalb der FLA.

2013 gaben wir unsere Zusammenarbeit mit Fair Trade USA bekannt, einer NGO, die Fair Trade Unternehmen prüft, Existenzlöhne errechnet und ein Programm unterhält, in dessen Rahmen Patagonia auf alle FOB-Preise einen Zuschlag bezahlt, der direkt auf ein von den Arbeitern verwaltetes Bankkonto geht. Ein demokratisch gewähltes Arbeiter-Kommitte entscheidet über die Verwendung des Geldes. Unter anderem kann es als Bonus ausgeschüttet werden, um die Arbeiter einem Existenzlohn näher zu bringen. Das ist einer unserer ersten konkreten Schritte zur Erhöhung der Löhne in unserer Lieferkette.

Laut dem vom MIT entwickelten „Existenzlohn-Rechner“ bezahlen wir einem Großteil unserer Angestellten in den USA einen Stundensatz über dem Existenzlohn. Der MIT Existenzlohn-Rechner basiert auf den örtlichen Kosten für grundlegende Bedürfnisse wie Ernährung, Gesundheitsvorsorge und Kinderbetreuung. Wir halten diese Kosten so gering wie möglich, indem wir z. B. unseren Mitarbeitern in den Büros in Reno, NV und Ventura, CA eine hervorragende, subventionierte Kinderbetreuung anbieten, ein industrieweit führendes Urlabsprogramm für Eltern kleiner Kinder und Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen betreiben und allen Teil- und Vollzeitkräften eine 100% beitragsfreie, individuelle Gesundheitsvorsorge bieten. Wir arbeiten auf einen Existenzlohn für 100% unserer Voll- und Teilzeitkräfte hin und streben zugleich nach besseren Sozialleistungen, als die meisten anderen Firmen sie bieten, und einer insgesamt höheren Entlohnung als die Stundensätze des Existenzlohn-Rechners. Das Gesamtpaket, das wir unseren Angestellten bieten, ist wohl der Grund dafür, dass Patagonia nach wie vor als einer der besten Arbeitgeber der Vereinigten Staaten gilt.

Kurz gesagt: ja. Allerdings macht der Transport bei Fertigprodukten nur einen minimalen Anteil (1 bis 2%) des CO2 Ausstoßes und Energieverbrauchs aus. Bei der Art des Transports muss man differenzieren: Schiff und Bahn sind am umweltfreundlichsten, Straßen- und Lufttransport belasten mehr. Die Transportwege lassen sich dadurch verkürzen, dass man die Stationen der Lieferkette möglichst konzentriert (kurze Wege zwischen Erzeuger, Spinnerei, Näherei, Verschiffung). Dies praktizieren wir in China, Indien und Vietnam. Da wir unsere Produkte weltweit verkaufen, wäre es nicht sehr vorteilhaft, ausschließlich in den USA zu produzieren – selbst wenn dies möglich wäre.

Patagonia hat sich dazu verpflichtet, „Lösungen für die aktuelle Umweltkrise anzuregen und zu verwirklichen.” In den letzten 30 Jahren haben wir verschiedene Umweltinitiativen mit insgesamt rund 70 Millionen Dollar in Geld- und Sachspenden unterstützt. Außerdem sind wir Mitbegründer der gemeinnützigen Organisationen Conservation Alliance, 1% For The Planet und der Association for Conservation in der European Outdoor Group. Wir spenden nicht für Schulen, Krankenhäuser oder Kunstprojekte, sondern ausschließlich für die Umwelt.

Natürlich ist uns bewusst, dass wir als Firma auch zur Belastung unserer Umwelt beitragen, denn alles was wir tun, verursacht Schmutz oder Abfälle. Daher bemühen wir uns seit über 20 Jahren, unsere direkte und indirekte Umweltbelastung zu minimieren. Als erstes Unternehmen unserer Größenordnung haben wir komplett auf Bio-Baumwolle umgestellt und Fleece aus recycelten Plastikflaschen hergestellt. Inzwischen setzen wir außerdem auf Hanf, recycelte Wolle, Daune mit Herkunftsnachweis, Natur-Kautschuk und andere umweltfreundlichere Materialien sowie fortschrittlichste Färbe- und Imprägniermittel. Neue Erkenntnisse zur Minimierung unseres ökologischen Fußabdrucks teilen wir mit anderen Unternehmen.

Für unsere Geschäftspolitik haben Umweltschutz und soziale Verantwortung das gleiche Gewicht. Unsere Mitarbeiter behandeln wir als geschätzte Menschen mit aktivem Familienleben und Interessen außerhalb der Arbeit. Patagonia findet sich regelmäßig auf der Liste der „100 besten“ nordamerikanischen Arbeitgeber. Als erstes Unternehmen unserer Größe haben wir in unserem Hauptsitz in Ventura eine betrieblich subventionierte Kindertagesstätte eingerichtet.

Wir bemühen uns aktiv um bessere Lebensbedingungen, effizientere Gesundheitsmaßnahmen und mehr Sicherheit aller, die unsere Produkte fertigen. Wir suchen nicht einfach global die billigsten Arbeitskräfte. Wir sind Gründungsmitglied der Fair Labor Association (FLA), die unsere Zulieferer kontrolliert, um sicherzustellen, dass sie mindestens die gesetzlichen Löhne bezahlen, humane Arbeitsbedingungen bieten und es den Arbeitern gestatten, sich gewerkschaftlich zu organisieren (die FLa publiziert die Ergebnisse ihrer Kontrollen auf ihrer Website). Weiterhin sind wir aktives Gründungsmitglied der Sustainable Apparel Coalition und ebenfalls aktiv in den Sustainability, Traceability und Social Responsibility Arbeitsgruppen der Outdoor Industry Association, wo wir uns mit anderen Unternehmen über umweltschonende Verfahren austauschen. Darüber hinaus betreuen wir dort kleinere Outdoor-Firmen beim Start ihrer eigenen Programme zur sozialen Verantwortung. Patagonia Europe engagiert sich entsprechend in der Sustainability Working Group der European Outdoor Group (EOG).

Für mehr Sozialverantwortung in unserer Lieferkette gehen wir auch einige ungewöhnliche Wege. Unser Social & Environmental Responsibility (SER) Team untersteht der Geschäftsleitung direkt - nicht der Verwaltungs-, Rechts- oder Marketingabteilung. Alle drei Teams (SER, Qualitätskontrolle, Produktion) arbeiten eng zusammen - auch bei Kontrollbesuchen. Die Leiter aller Teams haben bei der Materialbeschaffung für neue und bestehender Produkte die gleiche Entscheidungsbefugnis. Jeder hat ein Vetorecht bezüglich neuer Geschäftspartner. Vor jeder Erstbestellung wird der potentielle Partner im Rahmen direkter Audits durch unsere SER und Qualitätssicherungs-Teams nach sozialen, ökologischen und qualitativen Gesichtspunkten bewertet. Unser SER-Team besucht die Unternehmen regelmäßig – einerseits für Kontrollen und um sicherzustellen, dass beanstandete Mängel behoben wurden, andererseits aber auch für Beratung und Schulungen oder um konzentrierte Hilfe bei der Lösung bestimmter SER-Probleme zu leisten. Unser Ziel sind langfristige Verbesserungen sozialer und ökologischer Standards in unseren Partner-Firmen.

Bislang haben wir keinen CSR- oder Nachhaltigkeitsbericht nach den Richtlinien der GRI (Global Reporting Initiative) oder gemäß den von anderen Firmen genutzten Richtlinien veröffentlicht.

Wir tragen die Mitverantwortung für eine angemessene Behandlung aller Arbeiter in unserer Zulieferkette. Wir veröffentlichen eine Online Liste unserer Vertragsfirmen. Die Sozialaudits der Firmen, die an der Herstellung von Patagonia-Kleidung beteiligt sind, werden auf der Website der Fair Labor Association (FLA) veröffentlicht. Wir sind Mitglied der FLA, die jährlich eine Zufallsauswahl unserer Betriebe sowie alle drei Jahre unser eigenes CSR-Rrogramm überprüft.

Zur Kontrolle der Umweltverantwortung untersuchen unsere Footprint Chronicles einige der ökologischen Auswirkungen in unserer Lieferkette. Sie ermöglichen es uns, kritische soziale und umweltpolitische Themen in allgemein verständlicher Sprache mit allen Interessengruppen (Kunden, Presse, Zulieferer, Mitarbeiter und Studenten) zu diskutieren. Wir räumen denjenigen Themen Priorität ein, die uns am dringlichsten erscheinen, oder die unsere Stakeholder für besonders problematisch halten und daher mit uns diskutieren wollen. Wir zeigen darin nicht nur unsere Fortschritte auf, sondern auch Misserfolge und bisher ungelöste Probleme.

Außerdem informieren wir unsere Kunden und die Öffentlichkeit auf anderen Wegen über unsere Fortschritte im Bereich sozialer und ökologischer Verantwortung: im Corporate Responsibility Teil der Footprint Chronicles, in unserer jährlichen Broschüre über Umweltinitiativen, im Umweltteil unserer Website und in unserem Blog "The Cleanest Line." Dies sind nach unserem Dafürhalten interessante, interaktive und transparente Medien, um unser Engagement für Menschenrechte, Umwelt und Ethik zu dokumentieren.

Anfang 2012 wurden wir als erste Firma in Kalifornien als Benefit Corporation anerkannt. Dazu sind jährliche Berichte erforderlich. Unseren B-Corp Jahresbericht finden Sie hier.

Die Nachhaltigkeitsberichte nach den Richtlinien der GRI haben den Vorteil, dass sich die Daten verschiedener Unternehmen gut vergleichen lassen. Der Nachteil: Diese Berichte sind oft – wie Geschäftsberichte – in einer schwer verständlichen Fachsprache abgefasst, die ebenso viel verbirgt wie sie enthüllt. Da uns aber der Vorteil der Vergleichbarkeit überzeugt, suchen wir derzeit nach Möglichkeiten, die Resultate unserer Footprint-Recherchen (mit möglichst klaren Worten) in die GRI-Vorlagen einzufügen. Wir wollen die Kommunikation, die wir über die letzten Jahre mit unseren Stakeholdern aufgebaut haben, laufend weiter verbessern.

Wir lassen unsere Sozial- und Umweltprüfungen von eigenen CSR-Experten, der FLA, dem Better Work Program, Fair Trade USA und professionellen, unabhängigen Auditoren durchführen. Unser SER Team in Ventura besteht aus professionellen Auditoren mit jahrzehntelanger Erfahrung bei der Beurteilung und Verbesserung von CSR Programmen. Nach dem Audit wird ein Bericht abgefasst, der dokumentiert, inwiefern die Firma unserem Code of Conduct und den örtlichen Gesetzen entspricht. Dieser Bericht geht an unseren Direktor für soziale und ökologische Verantwortung, der dann bei Bedarf zusammen mit der Firma einen Handlungsplan erarbeitet. Im Bericht enthalten sind alle Probleme und Korrekturmaßnahmen sowie ein Zeitplan für die Umsetzung. Bei ernsteren Problemen verpflichten wir die Firma zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprogramm, das weitere Kontrollen, Ursachenforschung, längerfristige Schulungen und Hilfe zur Problemlösung vor Ort umfasst. Das erfordert umfangreiche Nacharbeiten durch unser SER Team, aber es ist dann auch Aufgabe der Firma selbst, die Verantwortung für Mängel zu übernehmen und sie nachhaltig zu korrigieren.

Ja, das haben wir. Doch da wir unser Ziel darin sehen, die Rechte der Arbeiter zu schützen und zu verbessern, bemühen wir uns zunächst, mit den Firmen zu kooperieren, um ihre sozialen Probleme zu korrigieren und bessere Geschäftspraktiken zu fördern. Als Kunde einer Firma können wir positiven Einfluss ausüben, wozu wir als Außenstehende kaum Möglichkeiten hätten. Auch die Fair Labor Association rät davon ab, nicht-konformen Firmen zu „kündigen“, wenn sie dazu bereit sind, Verbesserungen anzustreben. Trennt man sich von einem Zulieferer, so führt das oft zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und möglicherweise sogar zu Entlassungen. Sollte sich eine Firma jedoch weigern oder nicht dazu in der Lage sein, unsere Anforderungen zu erfüllen, so würden wir uns von ihr trennen.

Wir veröffentlichen die Liste unserer Vertragsfirmen zur Überprüfung NGOs, unsere Kunden und andere Interessengruppen. Wir wollen mit anderen Auftraggebern dieser Firmen kooperieren, Kontrollergebnisse austauschen und gemeinsam sozial und ökologisch verantwortliche Lösungen umsetzen. Wir versuchen, die Last der Kontrollen zu minimieren und unsere Energie auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu konzentrieren.

Da sich immer mehr Marken öffentlich zu ihrer sozialen Verantwortung bekennen, begreifen auch die Zulieferer zunehmend, dass Sozialverantwortung zum Geschäftsleben gehört. Und wenn alle Marken mit einer Stimme sprechen, haben sie mehr Gewicht.